Gedichte
 
 
 
Ein Kind

Ein Kind ging eine Straße entlang
Weite Wege lagen ihm bevor
Fühlte sich verfolgt vom Todeszwang
Stimmen flüsterten es ihm ins Ohr
Es begann zu rennen
wollte fliehen
Das kleine Herz hörte nicht auf zu brennen
Hörte nicht auf sich dem Drang der Schmerzen zu entziehen

Die Klinge in seinen Händen
So kunstvoll und so Gegenwärtig
Es hielt sie fest und schärfte sie an grauen Wänden
Männer an den Wänden.. alt und Bärtig
Figuren der Vergangenheit
Drangen immer wieder in die kleine Seele ein
Sie waren so voller Besessenheit
Konnte sich nicht wehren, wollte schon lange nicht mehr Sein

Alleine angekommen
 an einem Ort voller Ruhe und Frieden
Endlich wurde es angenommen
Durfte erfahren wie es war zu Leben und zu Lieben.
Es warf einen Blick zurück
Sah noch die letzten Roten Tränen
sah wie die Luft schwerer wurde und den Rest seiner Seele zerdrückt
Viele hatten es gesehen doch niemand würde es jemals erwähnen

© by Shadow ( Juni 2009)
 
 
 
Der letzte Schrei

Tage gehn vorbei ohne da zu sein
Ich lieg in meinem Zimmer
Gedankenlos lieg ich dort, fang an zu wein'
Hab das Gefühl es wird nur noch schlimmer

Narben zieren meinen Arm
Rote Tränen umhüllen meine Seelenlose Gestalt
Das Blut in den Adern ist schon lange nicht mehr warm
Alles zerstört durch meine eigene Gewalt

Gewalt, sie schlich sich langsam an
Der Anfang liegt schon so weit zurück
Es war schon zu spät als ich sie wahrnahm
Sie zerstört mich jeden Tag Stück für Stück

Gedanken an das Ende
Wann wird es so weit sein
Ich sterbe dahin und sehe keine Wende
So viele Menschen und doch allein

Ich bewege mich im Kreise
Es nimmt mir den Atem
Meine Stimme wird schwach und leise
Ich frage mich soll ich schon gehn?

Ihr Engel dort oben könnt ihr mich hören?
Meine Stummen Schreie, das langsame Herz
Die Gedanken die mich doch so oft zerstören
Könnt ihr ihn nicht sehen den endlosen Schmerz?

Mein Leben, zusammengefallen in einen Haufen Scherben
Ich knie mich hin, kratze sie zusammen
Schaffe es nicht rechtzeitig, muss nun Sterben
Alleine und doch befreit aus meinen Zwängen.

© by Shadow ( Juni 2009)



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